Künstler & Gäste
Wenn Robert Eisfeldt jemanden ans Mikrofon bat, dann nicht wegen Ruhm oder Plattenvertrag – sondern wegen eines einzigen Kriteriums: außergewöhnliches Drumming. Über die Jahre des Dresdner Drumfestivals im Club Puschkin versammelte er eine Riege internationaler Schlagzeuger und Perkussionisten, die ihresgleichen suchte. Für viele Besucherinnen und Besucher war das Festival die einzige Gelegenheit, diese Ausnahmekünstler hautnah, ohne Stadiondistanz, in einem echten Club zu erleben.
Weltklasse auf kleiner Bühne
Das Besondere am Dresdner Drumfestival war seine Intimität. Wo andere Festivals auf Masse setzten, brachte Robert Eisfeldt die besten Trommler der Welt in einen Dresdner Club – Auge in Auge mit dem Publikum. Kein Backstage-Mysterium, kein Sicherheitsabstand. Wer wollte, konnte nach dem Konzert mit den Künstlern sprechen, Fragen stellen, eine Stunde über Groove und Technik diskutieren.
Die eingeladenen Gäste kamen aus aller Welt: aus den USA, aus Skandinavien, aus Südamerika, aus Australien. Was sie einte, war eine tiefe Leidenschaft für das Schlagzeug – nicht als Begleitinstrument, sondern als Sprache.
Internationales Lineup
Drummer aus der ersten Reihe
Die Festivalgeschichte liest sich wie ein Who's Who der Schlagzeugszene. Virgil Donati, der australische Ausnahmedrummer, bekannt für seine grenzenlose Technik im Spannungsfeld zwischen Progressive Rock und Fusion, war ebenso zu Gast wie Chris Coleman, der Mann hinter dem Groove für Beyoncé und viele andere Superstars. Beide standen nicht nur auf der Bühne – sie leiteten Workshops, die zu den am heißesten begehrten Plätzen des Festivals zählten.
Moritz Müller, einer der bekanntesten deutschen Schlagzeuger überhaupt und Autor zahlreicher Lehrmaterialien, brachte seine eigene Energie mit – präzise, musikalisch, mit einem feinen Gespür für das, was ein Raum braucht. Mehr zu den bekanntesten Drummern der Szene findet sich auf Bonedo, dem führenden deutschen Portal für Schlagzeug und Percussion.
Perkussion aus aller Welt
Neben den klassischen Drumkit-Spielern öffnete das Festival von Anfang an seinen Horizont für Weltperkussion. Handpan-Virtuosen, afrikanische Djembe-Meister, brasilianische Pandeiro-Spieler – das Dresdner Drumfestival verstand Rhythmus als globales Gespräch. Robert Eisfeldt legte großen Wert darauf, Perkussionstraditionen aus verschiedenen Kulturen nebeneinander zu stellen, ohne Hierarchie, ohne Schubladendenken.
Regionale Drummer: Dresden schlägt zurück
Eines war Robert Eisfeldt von Anfang an wichtig: das Festival sollte keine reine Außenpräsentation sein. Dresdner und sächsische Schlagzeuger aus der lokalen Szene standen Seite an Seite mit internationalen Gästen – manchmal im selben Workshop, manchmal auf der selben Bühne. Für viele junge Drummer aus der Region war dieser Kontakt prägend. Plötzlich war es kein Traum mehr, auf diesem Niveau zu spielen, sondern eine konkrete Möglichkeit, die man sich erspielen konnte.
Künstler treffen Publikum
Das Dresdner Drumfestival war keine Galaveranstaltung mit rotem Teppich. Es war ein Treffpunkt, ein Marktplatz für Rhythmus. Wer als Gast ans Festival kam – egal ob als Weltstar oder als lokaler Newcomer – wurde Teil einer Gemeinschaft. Genau das machte den Charakter dieser Veranstaltung aus: Musik nicht als Konsum, sondern als gemeinsames Erleben.
Eine gute Orientierung über internationale Drumming-Events und Künstlerprofile bietet auch das Drums'n'Percussion Festival in Paderborn – Europas größtes Schlagzeugfestival und eine feste Institution in der Szene.