Über das Festival
Wer einmal im Club Puschkin gestanden und gespürt hat, wie ein ganzer Saal mit dem Schlag auf die Snare mitschwingt, der weiß: Schlagzeug ist mehr als ein Instrument. Es ist eine Sprache – laut, direkt, unmissverständlich. Genau aus dieser Überzeugung heraus gründete Robert Eisfeldt im Jahr 2007 das Dresdner Drumfestival.
Eine Idee, geboren aus Leidenschaft
Robert Eisfeldt ist Schlagzeuglehrer und Drummer durch und durch. Kein Manager, kein Eventkonzern – ein Musiker, der wusste, was Dresdens Szene fehlte: ein Ort, an dem Rhythmus gefeiert wird. Nicht als Beilage zu einer Lichtshow, sondern als das Herzstück des Abends.
Die Idee war so einfach wie sie mutig war: die besten Schlagzeuger und Perkussionisten der Welt nach Dresden holen, sie auf eine Bühne im Neustadt-Club Puschkin stellen und gemeinsam mit lokalen Drummern ein Festival veranstalten, das sich gewaschen hat. Keine großen Sponsoren, kein aufgeblähtes Marketingbudget – nur Musik, Können und die Community dahinter.
Dresden als Bühne für Weltklasse-Rhythmik
Von 2007 bis mindestens 2013 gelang es dem Festival Jahr für Jahr, internationale Ausnahmetalente nach Sachsen zu bringen. Drummer, die man sonst nur auf großen Bühnen sieht, spielten im Club Puschkin – hautnah, ohne Distanz zwischen Künstler und Publikum. Das war kein Zufall, sondern Konzept.
Parallel zu den Konzertabenden boten Workshops und Masterclasses die Chance, von den Besten direkt zu lernen. Anfänger, Fortgeschrittene, Profis – alle fanden ihren Platz. Genau das machte das Dresdner Drumfestival zu etwas Besonderem: Es war kein reines Zuschauerformat, sondern ein lebendiger Austausch zwischen Lehrenden und Lernenden, zwischen Idolen und Fans.
Die Dresdner Drum-Szene als Fundament
Ohne die lokale Gemeinschaft wäre das Festival nie gewachsen. Regionale Drummer waren von Anfang an Teil des Programms – nicht als Lückenfüller, sondern als gleichberechtigte Akteure neben internationalen Gästen. Dieses Miteinander prägte den Charakter des Festivals und machte es zu einem echten Heimspiel für die Dresdner Percussion-Szene.
Das Drumfestival war kein kommerzielles Projekt. Es finanzierte sich aus dem Engagement seiner Macher, dem Vertrauen der Besucher und der Begeisterung einer Szene, die weiß: Gute Musik braucht keine Werbeplakate – sie spricht für sich.
Was bleibt
Das Dresdner Drumfestival hat gezeigt, dass Weltklasse-Percussion nicht nur in Metropolen wie Hamburg oder München stattfinden muss. Dresden hat eine lebendige Drum-Community – und verdient eine Bühne, die dieser Gemeinschaft gerecht wird. Wer mehr über die deutsche Schlagzeugszene und aktuelle Events erfahren möchte, findet auf Bonedo.de einen hilfreichen Überblick über Festivals und Veranstaltungen für Drummer im deutschsprachigen Raum.